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VC Neuwied 77 verlängert Zusammenarbeit mit Ben Messner

Mit Konzentration und Respekt bei der Arbeit. Foto: O.v.Kielpinski
Mit Konzentration und Respekt bei der Arbeit. Foto: O.v.Kielpinski

VC Neuwied punktet mit Jugendarbeit

Neuwied

BenMillaMessner und sein Stellertalent Milla Holspach freuen ich über eine RheinlandmeisterschaftBesonders gute Stimmung herrschte jetzt in der Spielhalle des VC Neuwied 77. Dies war weniger dem stattfindenden Regionalliga-Derby gegen den TV Vallendar (2:3) geschuldet als vielmehr guten Nachrichten aus dem Jugendbereich: Das Verbandsgericht hatte das Weiterkommen der U18 bei den diesjährigen-Jugendmeisterschaften bestätigt, und der Vater dieser Erfolge, Benjamin Messner, bleibt den Deichstadtvolleys erhalten.

Nach dem Abschied aus der höchsten Spielklasse ist die Umorientierung des VCN fortgeschritten. Der langjährige Partner DJK Andernach hat die Zusammenarbeit auf Regionalliga- und Jugendebene verlassen, aus dem Unterbau des ehemaligen Bundesligisten wurde die 1.Damenmannschaft: Statt auf Lizenzspielerinnen stützt man sich nun wieder auf regionalen Nachwuchs, der neben den unteren Ligen auch in Regionalliga Südwest und Rheinland-Pfalz-Liga ans Netz geht.

Nach einem z.T. holprigen ersten Jahr zeigen sich jetzt Erfolge in der Jugendarbeit: In fast allen Altersklassen sind die Neuwiederinnen noch im Rennen, Ziel sind Teilnahmen an südwestdeutschen Meisterschaften, vielleicht mehr.

Mit dabei aus Bundesligazeiten ist weiterhin Benjamin Messner, der VC Neuwied konnte den engagierten Jugendleiter trotz Angeboten aus größeren Vereinen weiter an die Deichstadt binden. Er fühle sich in Neuwied sehr wohl, erzählt Messner. „Vor allem aber hat mich die Entwicklung der Spielerinnen in den letzten Monaten motiviert, junge hungrige Spielerinnen, die sich weiterentwickeln wollen. Das möchte ich gerne begleiten, auch um in der 1.Mannschaft durch Talentarbeit weiterzukommen.“

Gute Trainingsbedingungen und gute Atmosphäre als Schlüssel zum Volleyballboom in Neuwied?

„Wir waren alle so glücklich, als Ben uns gesagt hat, dass er bei uns bleibt“, bestätigt  Zora Schneider (15), die durch die AG am Werner-Heisenberg-Gymnasium zum VCN fand und jetzt in der Bezirksliga punktet. Die Stimmung in Training und Spiel motiviert sie besonders: „Ohne ihn wäre der Verein nicht das, was er ist!“

Frau Winzen, Mutter der Spielerin Melina (16, Landesliga und Regionalliga) fasst die Reaktion der Eltern zusammen: „Wir haben schon ein wenig gebangt, da wir uns denken können, dass ein Trainer wie Ben sicherlich gefragt sein könnte. Ein absolut motivierter und hervorragender Trainer, der das Talent und Potenzial jeder einzelnen Spielerin zu erkennen und so zu fordern und fördern weiß.“

Klare Gründe für den Volleyballboom in Neuwied, der aber auch Neider gefunden hat: Nachdem die Spielberechtigung für zwei der Mädchen bei Jugendmeisterschaften angezweifelt worden war, musste erst das Verbandsgericht für Klarheit sorgen. In einem Beschwerdeschreiben an den Verband wird unklar über aktive Abwerbung und Unterschwelliges lamentiert  Offenbar ist das Bessere der Feind des scheinbar Guten?

„Die Stimmung untereinander ist unfassbar schön und wir verspüren einen großen Zusammenhalt. Ich würde sagen, dass nach den letzten auch schwierigen und herausfordernden Wochen, die Mädels und das Team noch mehr zusammengewachsen sind. Es ist ein tolles und respektvolles Miteinander mit einer gemeinsamen und großen Liebe zum Volleyball“, entzieht Doro Winzen Neidern den Boden.

Wie nun soll es mit dem Neuwieder Volleyball weitergehen, belegt die junge Truppe doch in der Regionalliga „nur“ einen Mittelfeldplatz?

Mittelfristig wolle er weiteren Nachwuchs für die Regionalligamannschft ausbilden, gibt Messner einen Ausblick. Gemeinsames Training erfahrener und junger Spielerinnen sei ein Schlüssel für den Erfolg. „Die älteren führen und leiten an“, erläutert er. So begrüßt auch die erfahrene Kapitänin Lisa Guillemard Messners Vertragsverlängerung: „Er ist als Trainer und als Mensch eine große Bereicherung für all unsere Teams. Mit Motivation, Emotionen und Kompetenz schafft er es, jede Spielerin zu fördern und weiterzuentwickeln!“ Dem entsprechen Messners Ziele: „Weiter guten Volleyball in der Jugend spielen, Leuchtturm für das nördliche Rheinland-Pfalz bleiben“, umreißt er. Aber schließlich sei Rheinland-Pfalz im Vergleich mit den Großen weiterhin eine kleine Maus.

Längerfristig eine Rückkehr in den großen Volleyball? Das stehe derzeit nicht zur Disposition ist man sich beim VCN 77 einig. Eine breite Basis im Jugendbereich solle geschaffen werden: Ein attraktives und perspektivisches Angebot auch über Schul-AGs, Training mit viel Spaß als Markenzeichen, dann das Ansteuern der Regionalliga… „Da wollen die Mädels hin!“, ist Messner nicht ohne Stolz. „Natürlich wollen wir auch weiter, unter guten Bedingungen auch in die 3.Liga. Alles das macht mir so viel Spaß, dass ich in Neuwied weitermache.“

Die Neuausrichtung des VC Neuwied 77 scheint auf gutem Wege zu sein. Dieser aber ist beschwerlich. Trainer, Vorstand, Spielerinnen und Eltern ziehen an einem Strang, ideelle und finanzielle Unterstützung ist jedoch stets willkommen.

(hw)


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